Bezirk Jena-Weimar

 John-Wesley-Haus
  
Wegbeschreibung

 
 Unsere Gemeinde
   Bilder der Gemeinde
 
 Veranstaltungen
   Gemeindebrief
   Online Anmeldung
 
 Kontakt
 
 Links




Gottesdienste im John-Wesley-Haus

>> ABSAGE aller Präsenzgottesdienste <<<

Wir verzichten bis auf Weiteres auf alle Präsenzgottesdienste in unserer Gemeinde und feiern stattdessen in unseren Häusern und Wohnungen räumlich getrennt aber durch eine gemeinsame Liturgie verbunden Hausgottesdienste.

Wir tragen damit der noch immer zugespitzten Pandemiesituation Rechnung.
Wir sehen in der Vermeidung von Kontakten einen gebotenen Weg, dem Infektionsgeschehen Einhalt zu gebieten.
Wir unterstützen alle, die sich im Gesundheitswesen und darüber hinaus um Erkrankte kümmern und sorgen.
Wir zeigen uns solidarisch mit allen, die sich derzeit nicht versammeln und ihrem Broterwerb nicht nachgehen können.
Wir beten für alle von Covid-19 Betroffenen und ihre Angehörigen.

Wenn Sie auch einen Rundbrief und damit die Einladung zu gemeinsamen Gebet und Gottesdienst erhalten möchten, melden Sie sich unter „
jena@emk.de“.



 
Bibelwort für den Monat Januar

 

Viele hört man klagen: »Von wem können wir noch Gutes erfahren?
Ach, HERR, das Leuchten deines Angesichts fehlt uns sehr!«

(Psalm 4,7 nach der BasisBibel )


Macht Gott glücklich?

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Freunde!

Am Beginn des neuen Jahres werden wir zahlreiche Glück- und Segenswünsche weitergeben und entgegennehmen. Wir bringen zum Ausdruck, was wir uns und anderen wünschen, was sich alle wünschen, glücklich zu sein.

 

Da liegt es nahe, sich als glaubender Mensch diese Frage zu stellen: Macht Gott glücklich? Fächern wir es noch etwas auf, dass es greifbarer wird: Macht mich der Glaube an Gott glücklich? Lässt er mich Geborgenheit und Orientierung erleben, führt er mich zu Frieden, Selbstannahme und in ein als sinnvoll erlebtes Leben?

Geklärte, belastbare Verhältnisse zu sich und anderen, eine wenigstens etwas absehbare Zukunft, Kraft und Zuversicht, auf das was kommt, reagieren zu können, beschreiben viele Menschen als ihr Glück. Schenkt Gott das?

 

Psalm 4 lässt Menschen zu Wort kommen, die das offenbar glauben. Sie fragen nach dem Guten, das ihnen jemand schenken soll. Dabei denken sie an Gott. Für Gottes liebevolle Zuwendung steht die traditionelle Formulierung vom leuchtenden Angesicht Gottes. Schon der aaronitische Segen (4. Mose 6,24-26) nutzt dieses Bild, um Gottes persönliche Zuwendung zu einem Menschen zu beschreiben. „Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.“ Wenn Gott sich also uns zuwendet, das auch noch im Segenswort zugesagt wird, sollte das nicht unser Glück bedeuten?

 

Biblisch gesehen lautet die Antwort ja und nein. Die Bibel versteht überall, dass es das wahre Glück der Menschen - das wirklich Gute für sie - ist, wenn Gott sich ihnen zuwendet. Und überall wird diese Zuwendung Gottes den Menschen mitgeteilt.

Allerdings folgt aus dieser Zuwendung nicht einfach das persönliche Glücklichsein im herkömmlichen Sinn. Es geht nicht so sehr um das, was wir haben oder genießen können, um Glück zu erleben. Bei einem Gott, der sich selbst verschenkt, um Beziehungen zu heilen, der durch den Tod geht, dass die geliebten Menschen leben können, ist das auch nicht zu erwarten. Vielmehr weist Gottes Zuwendung den Weg zu einem anderen Erleben von Glück. Da wir Gottes Ebenbilder sind, kennen wir dieses Glück durchaus: Es liegt im Dasein für andere.

 

Das merken wir eben auch daran, dass wir zum Jahreswechsel nicht nur Glück- und Segenswünsche entgegen nehmen, sondern es uns wichtig ist, dies anderen Menschen zu sagen und zu wünschen. Ihr Glück liegt uns am Herzen.

 

Und sehen wir auf Jesus. Dorothee Sölle hat ihn in ihrem Buch „Phantasie und Gehorsam“ so beschrieben: „Ich halte Jesus von Nazareth für den glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. … Jesus erscheint in der Schilderung der Evangelien als ein Mensch, der seine Umgebung mit Glück ansteckte, der seine Kraft weitergab, der verschenkte, was er hatte."

Wir sind nicht nur als Gottes Ebenbilder auf der Spur von Gottes Glück. Jesus hat uns vorgelebt, dass Glück dort entsteht, wo wir für andere da sind. „Wen kann ich Gutes sehen lassen?“ Ist daher die Leitfrage. Dabei muss ich mich nicht selbst vergessen. Aber ich kann aktiv aus der Zuwendung leben, die Gott mir schenkt. Darum leuchtet Gottes Angesicht über uns, dass wir den Mut und die Kraft finden, uns immer wieder liebevoll anderen zuzuwenden. Dieses Glück wünsche ich Ihnen und euch für das neue Jahr 2021.



Ihr/Euer Eric Söllner

Pastor Eric Söllner

   

 

 

 
 
 Datenschutz
 

 Impressum