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Bibelwort für den Monat Mai

 

Es ist keiner wie du, und
ist kein Gott außer dir.

(2. Buch Samuel 7,22)


Ein anspruchsvoller Gott

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Freunde!

König David ist geplättet. Eben sprach der Prophet Nathan mit ihm. Wunderbares hatte der auszurichten – von Gott. Von der gesegneten Zukunft Davids und noch mehr der Zukunft seiner Familie und vom Fortbestand seines Königshauses war die Rede. Gott bindet sich und sein segensreiches Wirken an die Nachkommen Davids. Für sie wird er da sein. Durch sie wird Gott ganz Israel segnen: ». . . ich will meinem Volk Israel eine Stätte geben und will es pflanzen, dass es dort wohne und sich nicht mehr ängstigen müsse . . . « (2. Samuel 7,10). Und für David darf sich der Traum erfüllen, ein dauerhaftes Königshaus begründet zu haben: ». . . dein Haus und dein Königtum sollen beständig sein in Ewigkeit vor mir, und dein Thron soll ewiglich bestehen.« (2. Samuel 7,16) Lauter gute, ja phantastische Nachrichten hört David. Und das Erste, was er darauf antwortet ist »Wer bin ich, Herr?« (2. Samuel 7,18)
David ist geplättet. Niemals hätte er so viel Segen erwartet. Er staunt darüber, was Gott tut, was Gott zusagt, ja dass er überhaupt konkret mit ihm spricht, ihn als einzelnen Menschen meint. Das allerdings ist typisch für den Gott, um den es hier geht.

Er wendet sich an den einzelnen Menschen.

Die Geschichte in der wir stehen, wie David auch, ist voll davon, dass Gott sich dem Einzelnen zuwendet.
Das ist auch der Unterschied, der David zu dem Bekenntnis führt: »Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir.« David zitiert hier nicht eine Lehre, die besagt, dass es keine anderen Götter gäbe. Er spricht vielmehr aus seinem Herzen von dem unvergleichlichen Gott, der ihn angesprochen hat.
Viele Götter gab es damals. Das ist heute nicht anders. Wir nennen sie nur nicht mehr Baal oder Aschera, sondern Glück, Karriere, Zinsen, Weltwirtschaft, Wetter, Besitz, Gesundheit, Schönheit, Erfolg, Gelingen, Sicherheit usw. Viele Mächte beeinflussen tatsächlich unser Leben. Wir hängen uns mal mehr, mal weniger an sie, achten auf ihre Gunst. Aber uns persönlich ansprechen, uns Einzelne meinen, uns in Anspruch nehmen, ja durch alle möglichen Lebenslagen hindurch sich an uns binden, das tun diese Götter nie.
Mit dem Gott, den David gehört hat, ist das ganz anders.

David erlebt den ihn ansprechenden,
also geradezu einen anspruchsvollen Gott.


Auf das Angesprochensein, auf die Inanspruchnahme durch Gott reagiert David mit Staunen (Wer bin ich, Herr?), mit einem Bekenntnis (Es ist keiner wie du.) und im Festhalten, im Erinnern des Gehörten. Denn so lautet der vollständige Satz: »Denn es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir nach allem, was wir mit unseren Ohren gehört haben.«
Weit offene Ohren für Gott und ein gutes Gedächtnis für unseren anspruchsvollen, ansprechenden Gott, wünsche ich allen von Herzen.

Eric Söllner

Pastor Eric Söllner

   

 

 

 
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