Bezirk Jena-Weimar

 John-Wesley-Haus
  
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Gottesdienste im John-Wesley-Haus

Die bleibenden und höchst sinnvollen Maßnahmen zur Eindämmung von Covid19 bringen es mit sich, dass wir unsere Gottesdienste nur mit einer klar begrenzten Teilnehmerzahl feiern können.
Eine Anmeldung zum Gottesdienst ist dennoch im Augenblick nicht nötig.
Es gilt, wie bei allen unseren Gemeindeveranstaltungen, das aktuelle Infektionsschutzkonzept unserer Kirche. Achten Sie auf den Mindestabstand und regelmäßige, gründliche Handhygiene.
Bitte bringen Sie eine Mund-Nase-Bedeckung mit.
Diese kann nur am Sitzplatz abgenommen werden. Wir führen in unseren Gemeindeveranstaltungen auch Teilnehmerlisten, die der Nachverfolgung von Infektionswegen dienen, wenn es zu einem Infektionsgeschehen kommen sollte. Ist dies nicht der Fall, werden die Teilnehmerlisten nach Ablauf von 21 Tagen datenschutzgerecht vernichtet. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Mitglieder des Gemeindevorstandes.




Christvestper in der Stadtkirche St. Michael

trotz Corona ist es uns möglich,
 gemeinsam die Christvesper zu feiern


Wann: 24. Dezember 2020, 11 Uhr

Wo: Stadtkirche St. Michael



 
Bibelwort für den Monat November

 

Gott spricht: Sie werden weinend kommen,
aber ich will sie trösten und leiten.

(Jeremia 31,9)


>> Trost ist wie wenn eine Knospe aufplatzt und die Blüte beginnt <<

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Freunde!

Obwohl es schon Jahre zurückliegt, ist die Erinnerung daran sofort wieder da, als ich über das Trösten nachdenke. Es war bei einer Schulung für kirchliche Jugendmitarbeiter. Während einer Bibelarbeit wurden die Teilnehmenden gebeten, sich je zu zweit zusammenzufinden und sich auf eine Übung einzulassen. Eine Person sollte sich vorstellen, traurig zu sein und dazu die entsprechende Körperhaltung einnehmen. Die zweite Person sollte dann Kontakt, zu seinem traurigen gegenüber Kontakt aufnehmen, sich ihr zuwenden und trösten. Alle ließen sich auf diese Übung.
Nach der Übung wurden die Erfahrungen besprochen. Wie ging es mir als trauriger Mensch? Was habe ich bemerkt von der Kontaktaufnahme und der Tröstung des anderen? Wie ging es mir als tröstender Mensch? Wie habe ich versucht zu trösten und überhaupt in Kontakt zu kommen? Die Tröstenden hatten eben dies als große Herausforderung wahrgenommen. Es war nicht leicht gewesen, mit den Traurigen in Kontakt zu kommen. Wie von selbst hatten sich alle, die sich Trauer vorstellten, zusammengekauert, waren auch körperlich vollkommen verschlossen gewesen. Diese Hürde mussten die Tröstenden erst einmal überwinden. Sie versuchten mit sanften Worten, zarten Berührungen ihr Gegenüber aus der Verschlossenheit herauszuholen bzw. erst einmal wahrgenommen zu werden. Das war nicht leicht. Die Trauernden dagegen beschrieben ein anderes Phänomen. Sich in der eigenen Traurigkeit zusammenzukauern war wie von selbst geschehen. Das war eine ganz natürliche Haltung, die erst einmal das Gefühl von Stabilität gab. Als sich aber die tröstende Person bemerkbar machte, war den Trauernden erst richtig aufgefallen, dass sie sich in ihrer Haltung ganz von derWelt abgeschlossen hatten.Weil von Außen der Impuls kam, sich zu öffnen, nicht nur bei sich zu bleiben, einem anderen Menschen zu begegnen, ihn zu hören, wurde die eigene Verschlossenheit mit einem Mal nicht mehr als Sicherheit, sondern wie ein Gefängnis, wie eine Lähmung empfunden. Und auch wenn die Trauernden sich für den Trost öffnen wollten, mussten sie doch einen inneren Widerstand überwinden. Es kostete Kraft, sich aus der Verschlossenheit zu lösen. Eine Teilnehmerin beschrieb diese Erfahrung so: »Trost ist, wie wenn eine Knospe aufplatzt und die Blüte beginnt.« Wie gut, dass jemand von Außen da war, wie die SonneWärme ausstrahlte, und bei der Öffnung half. Die Trauernden haben als sehr angenehm empfunden, sich wieder öffnen zu können, aufzuatmen.

Gott begegnet allen Menschen tröstend.

So bekräftigt es auch das Bibelwort im Monat November. Er weiß´ darum, dass wir uns aus Angst und Enttäuschung verschließen und dabei unser eigenes Gefängnis werden. Gott will und ermöglicht, dass wir uns öffnen, tröstende Worte hören, wärmende Gesten spüren und unser Leben wieder erblüht. Ganz gleich ob unsere Blick aus Trauer oder Anstrengung eng wurde, dass unser aufgebauter Schutz uns letztlich selbst vom Leben abschnitt. Gott wendet sich uns zu, dass wir wieder aufleben.


In den Herbst hinein und mit herzlichen Segenswünschen
grüßt Sie und euch     Eric Söllner

Pastor Eric Söllner

   

 

 

 
 
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