Bezirk Jena-Weimar

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Bibelwort für den Monat September

 

Was nützt es einem Menschen,
wenn er die ganze Welt gewinnt,
aber sein Leben dabei verliert?

(Matthäus 16,26)


Sozusagen grundlos vergnügt

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Freunde!
 
  Ich freu mich, dass am Himmel Wolken ziehen
Und dass es regnet, hagelt, friert und schneit.
Ich freu mich auch zur grünen Jahreszeit,
Wenn Heckenrosen und Holunder blühen.
– Dass Amseln flöten und dass Immen summen,
Dass Mücken stechen und dass Brummer brummen.
Dass rote Luftballons ins Blaue steigen.
Dass Spatzen schwatzen. Und dass Fische schweigen.

Ich freu mich, dass der Mond am Himmel steht
Und dass die Sonne täglich neu aufgeht.
Dass Herbst dem Sommer folgt und Lenz dem Winter,
Gefällt mir wohl. Da steckt ein Sinn dahinter,
Wenn auch die Neunmalklugen ihn nicht sehn.
Man kann nicht alles im Kopf verstehn!
Ich freue mich. Das ist des Lebens Sinn.
Ich freue mich vor allem, dass ich bin.

In mir ist alles aufgeräumt und heiter:
Die Diele blitzt. Das Feuer ist geschürt.
An solchem Tag erklettert man die Leiter,
Die von der Erde in den Himmel führt.
Da kann der Mensch, wie es ihm vorgeschrieben,
– Weil er sich selber liebt – den Nächsten lieben.
Ich freue mich, dass ich mich an das Schöne
Und an das Wunder niemals ganz gewöhne.
Dass alles so erstaunlich bleibt, und neu!
Ich freu mich, dass ich. . . Dass ich mich freu.

Mascha Kaléko

Mit diesem liebevollen Blick auf das, was wir Menschen wirklich in der Welt gewinnen können – einen Platz, an dem es auf uns ankommt, ohne dass alles von uns abhängt – wünsche ich Ihnen und euch eine gesegnete Schöpfungszeit.

Eric Söllner

Pastor Eric Söllner

   

 

 

 
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