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Bibelwort für den Monat September

 

„Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein,
und es sind Erste, die werden die Letzten sein.“

(Lukas 13,30)


das Leben nicht als Bewährungsprobe, sondern als Segen sehen

Liebe Leserin! Lieber Leser!

Jesus ist anerkannt als ein meinungsstarker Lehrer. Er hat was von Gott zu sagen. Sein Wort zählt. Kein Wunder, dass sich immer wieder Menschen mit Fragen an ihn wenden, die ihnen auf den Nägeln brennen. Manchmal geht es um die Einhaltung bestimmter Gebote. Und einmal geht es um Gottes Reich. Wer gehört dazu? Wie kommt man dort hinein?
Allgemein verbreitet – nicht nur damals und nicht nur im Judentum – ist die Ansicht, eine Art Gericht bildet die Durchgangsstation zu Gottes Reich. Alle Menschen werden am Ende der Welt oder am Ende ihres Lebens an ihren Taten gemessen. Wer nichts oder zu wenig gute Taten vorzuweisen hat, der kommt nicht in Gottes neue Welt. Für alle anderen öffnen sich die Türen in eine wunderbare, heilvolle Ewigkeit, auch Paradies genannt.
Das macht das Leben hier und jetzt zu einer Bewährungsprobe. Gott sieht sich das Ganze aus der Ferne an. Und je nachdem wie wir uns hier so machen, entscheidet er dann über uns.
Als einige Jesus Fragen: „Siehst du das auch so?“ Scheint Jesus zunächst dieser Sicht auf das Paradies zu folgen. Er fordert die Zuhörenden auf, sich alle Mühe zu geben, um in Gottes Reich zu kommen. Wobei er nicht sagt, wie das konkret aussehen soll. Und dann spitzt Jesus immer weiter zu. Zuerst sagt er, dass viele trotz aller Anstrengung nicht in Gottes Reich gelangen werden. Er meint »viele, das sage ich euch, werden danach trachten, wie sie hineinkommen, und werden’s nicht können«. Dann setzt Jesus noch eins drauf. Auch die, die meinen Gott zu kennen und sich in seiner Nähe aufzuhalten, werden unter Umständen enttäuscht werden.
Gott wird sie zurückweisen: »Ich kenne euch nicht!« Schließlich sagt Jesus: »es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und es sind Erste, die werden die Letzten sein.« Es ist also nicht ausrechenbar, nicht machbar und noch nicht mal für uns erkennbar, wer in Gottes Reich gehört und wer nicht.
Es liegt allein bei Gott.
Doch damit nimmt Jesus nicht den beliebten Ausweg à la »Gott kann doch sowieso machen was er will.« Denn Jesus wird selbst den Weg gehen, für uns Menschen – und zwar für alle – zu sterben. Damit ist ein für allemal klar gestellt: Wer zu Gott gehört, das liegt bei Gott und dem liegen wir alle wie wir sind – Gott sei Dank – am Herzen.
So bekommt auch mein Leben hier und jetzt eine andere Bedeutung. Es ist keine saure Bewährungsprobe. Es ist ein Geschenk, ein Segen. Und wer es, warum auch immer, gerade nicht so segensreich erleben kann, dem darf ich ein Segen sein. So ist Gottes neue Welt eine Sache der Liebe Gottes, dass auch unser tägliches Leben eine Sache der Liebe sein kann.

Es grüßt Sie herzlich Ihr Eric Söllner

Pastor Eric Söllner

   

 

 

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