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Bibelwort für den Monat Juli

 

„Der Herr gab zur Antwort:
Ich will meine ganze Schönheit vor dir vorüberziehen lassen
und den Namen des Herrn vor dir ausrufen.
Ich gewähre Gnade, wem ich will,
und ich schenke Erbarmen, wem ich will.“

(2. Mose 33,19)


Gott im Vorübergehen

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Freunde!


»Mose hat eine Bitte mutig in Worte gefasst, die alle Menschen in sich tragen, wirklich alle! Gehört habe ich diese Bitte zum Beispiel schon mit diesen Worten: „Gott, wenn es dich wirklich gibt, dann …“. Oder auch so: „Wer weiß schon, ob es Gott wirklich gibt?“. Die Bitte des Mose kann sich im Leben auch anders zeigen, weniger ausdrücklich. Quälendes Fragen nach der richtigen Entscheidung oder immer wiederkehrende Sorge um die Zukunft kann Ausdruck dieser Bitte sein. Und natürlich kenne ich den Inhalt dieser Bitte
auch von mir.
Mose hat es so auf den Punkt gebracht: „Ich will Gott sehen!“. Und natürlich geht es dabei nicht um ein unbeteiligtes Ansehen. Hinter diesem Wunsch stecken alle Fragen des Lebens. Wenn ich Gott sehen könnte, würde ich alle Antworten erhalten. Es würden keine Fragen offen bleiben. Ich hätte mit einem Mal den richtigen Weg für mein Leben und die größtmögliche Sicherheit in allen Entscheidungen. Der Wunsch, Gott zu sehen, ist der Wunsch nach einem sichern, gelingenden, unverletzlichen Leben, den wir alle in uns tragen. Mose wendet sich mit diesem Wunsch nach Leben an den Schöpfer des Lebens. Der muss wissen, wie es richtig geht und was richtig ist.

Gott aber, das sagt er ausdrücklich selbst in seiner Antwort, wird nur vorübergehen. Einen Augenblick wird Mose von Gott haben, einen Wimpernschlag und er wird ihm dann nur hinterhersehen können. Das ist alles. Mose also wird in der Gottesbegegnung keine eindeutige Klarheit gewinnen. Weder für ihn noch für uns ist hier das Ende alles Fragen und aller Mühen angebrochen. Im Gegentei l wi rd die vorübergehende
Gottesbegegnung immer selbst fragwürdig bleiben und Unsicherheit hinterlassen. Habe ich Gott wirklich erkannt? Habe ich Gott richtig verstanden? Mose wünscht sich Sicherheit. Gott gibt - immerhin - Begegnung. Das bleibt, bei allen Lebenswünschen - auch für uns, meine ich. Mit Gott lässt sich reden. Er geht auf unsere Bedürfnisse und Wünsche ein. Gott zeigt sich - einmal mehr - als verständnisvoll und nah, aber eben auch als einer, der gut loslassen kann - nämlich uns Menschen in unsere Verantwortung für uns selbst, für unsere Mitmenschen und für unsere Mitgeschöpfe.

Orientierung durch Gott gibt es. Aber sie ist nur vorübergehend. Und doch gibt Gott auch einen klaren Hinweis: Er ist zu finden, wo Gnade waltet und Erbarmen geübt wird. Das soll reichen für mein, für Ihr Leben und alle Fragen.

Es grüßt Sie herzlich Ihr Eric Söllner

Pastor Eric Söllner

   

 

 

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