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Bibelwort für den Monat Juli

 

Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe!
Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist,
den Herrn zu suchen, bis er kommt
und Gerechtigkeit über euch regnen lässt!

(Horsea 10,12)


Endlich Regen

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Freunde!

Einige Kommunen in Thüringen rufen gerade zum Wassersparen auf. In manchen Gemeinden haben die ausbleibenden Niederschläge dazu geführt, dass das Bewässern des Gartens oder das Füllen von Schwimmbecken mit Trinkwasser verboten ist.
Plötzlich nehme ich den Wassermangel in seiner Bedrohlichkeit neu wahr. Die sommerlichen Warnungen vor der Gefahr von Waldbränden sind mir vertraut. Klar, das liegt auch an fehlendem Regen. Aber dass jetzt auch Trinkwasser gespart werden muss, klingt mir neu in den Ohren. Wassermangel ist eine ernste Angelegenheit. Mir war das nur nicht mehr so bewusst, weil ich jederzeit den Wasserhahn aufdrehen kann.
In der Bibel wird eine andere lebensbedrohliche Situation oft mit dem Bild des Wassermangels beschrieben: der Mangel an Gerechtigkeit. So
fordert z.B. der Prophet Amos »Das Recht ströme wie Wasser und Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.« Und Jesus spricht von denen, die hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit. Das ist in einer Gegend, die Jahr für Jahr um die nötigen Niederschläge bangen muss, ein sehr eindrückliches Bild.

Wie das Leben ohne Wasser verdorrt,
so geht es auch ohne Gerechtigkeit ein.

Wie Wasser das Leben erhält, so ist auch Gerechtigkeit ein lebensspendendes, das Leben nährendes Gut.
Darum wird auch nach den Worten des Propheten Hosea Gott den Mangel an Gerechtigkeit beenden. Er wird Gerechtigkeit regnen lassen. Da ist er wieder, der Vergleich mit dem Wasser. Er unterstreicht, dass dieses Tun Gottes eine Erlösung und die reine Freude ist.
Doch bevor das geschieht, sieht Hosea uns Menschen in der Pflicht. Zuerst sollen wir Gerechtigkeit säen. Er gebraucht ein anderes Bild, eines aus der Landwirtschaft. Man sät keine fertigen Früchte, sondern das, was später Früchte bringen wird. Das ist es, was uns aufgegeben ist. Aussäen, anfangen, ausprobieren, was Gerechtigkeit hervorbringen wird. Und dann auch – sogar für uns selbst – Gerechtigkeit ernten. Wir dürfen es also auch für uns haben, es genießen, dass wir Gerechtigkeit erfahren. Allerdings schränkt Hosea hier ein. »Nach dem Maß der Liebe« kann  die Gerechtigkeit für sich selbst genossen werden. Es soll also auch für andere das zur Verfügung stehen, was ich für mich genießen möchte. Interessanterweise gibt es dieses Maß nur bei der Ernte der Gerechtigkeit. Bei der Aussaat gibt es kein Maß. Im Gegenteil lockt uns Hosea »Pflügt ein Neues«. Damit ihr mit Gerechtigkeit nicht sparen müsst oder gar manche Menschen Mangel leiden.
Darum wünsche ich Ihnen/euch und mir viel Mut und Großzügigkeit für das Säen und Augenmaß bei der Inanspruchnahme von Gerechtigkeit.


Eric Söllner

Pastor Eric Söllner

   

 

 

 
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