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Bibelwort für den Monat Januar

 

Gott spricht:
Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken;
der soll das Zeichen sein des Bundes
zwischen mir und der Erde.

(Genesis 9,13)


Gott rettet

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Freunde!

Gott schließt einen Bund mit Noah, d.h. er verbündet sich mit Noah und seinen Nachkommen. Da alle Menschen Nachkommen Noahs sind, verbündet sich Gott also mit allen Menschen. Im ersten Buch der Bibel endet damit die Geschichte von der Sintflut. Genau genommen endet damit ein Krieg mit einer Friedenserklärung. Ein besseres Ende eines Krieges kann man sich gar nicht wünschen. Aus den Kriegsgegnern werden Verbündete.
Die Bibel hat gar keine Scheu, vom Vernichtungskrieg Gottes gegen die Menschen zu erzählen. Nichts anderes nämlich war die Sintflut. Sie beginnt mit dem ausdrücklichen Vernichtungsbeschluss Gottes: »und er sprach: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde.« (1. Mose 6,7) und endet damit, dass Gott seine Waffe an den Nagel hängt. Denn der Bogen, den Gott in die Wolken setzt, meint die Kriegswaffe. Wenn ab sofort bei Regenfällen der Regenbogen am Himmel erscheint, kann jeder sehen, dass Gott seine Waffe noch immer an den Nagel gehängt hat. Er führt keinen Krieg gegen die Menschen. Es handelt sich also beim Regen nicht um eine erneute Sintflut.
Das ist der erste Grund dafür, dass die Bibel von dem Vernichtungskrieg, den Gott einst gegen die Menschen geführt hat, unbefangen erzählt. Es ist das freudige Staunen, dass es überhaupt ein Danach gibt, dass von dem Krieg und dem Friedensschluss überhaupt jemand erzählen und jemand davon hören kann. Wir Menschen leben noch immer. Gott sei Dank!
Und dieser Dank an Gott ist der zweite Grund für den Bericht über den Krieg. Denn Gott hat mit einem hilflos unterlegenen, von Anfang an besiegten Gegner Frieden gemacht; also aus freien Stücken. Gott hat sogar von Anfang an gegen seinen eigenen Vernichtungsbeschluss gearbeitet. Allein auf Gottes Befehl baut Noah die Arche und sorgt so für das Überleben der Menschheit und der Tierwelt. Merkwürdig nebeneinander stehen Gottes Kriegserklärung und sein rettendes Handeln. Und die Geschichte von der Sintflut weiß doch schließlich: Gott zeigt sich letztlich als Retter. Und wenn Gott uns sogar vor sich selbst rettet, dann doch erst Recht in allem anderen, was uns im Leben begegnen kann. So hat sich Gott mit uns Menschen, ja mit seiner ganzen Schöpfung verbunden.

Eric Söllner

Pastor Eric Söllner

   

 

 

 
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