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Bibelwort für den Monat Juli

 

Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören,
langsam zum Reden, langsam zum Zorn.

(Jakobus 1,19)


O(h)rientierung

Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Freunde!

Die Menge von Informationen, die uns an einem durchschnittlichen Tag auf unterschiedlichen Wegen erreicht – also über Radio und Fernsehen, am Arbeitsplatz, über den Gartenzaun, durch Zeitungen, Zeitschriften und Bücher, das Internet und soziale Medien, Nachrichtendienste und Gespräche – entspricht vom Umfang her dem, was ein Mensch im 17. Jahrhundert in seinem gesamten Leben an Informationen erhalten hat. Was mal in ein ganzes Leben passte, müssen wir an einem einzigen Tag verarbeiten. Das viele Hören und damit notgedrungen das schnelle Hören ist für uns Alltag. Die Flut an Informationen ist für uns eine Herausforderung. Höre ich das Richtige und Wichtige? Wie kann ich Wichtiges, Hilfreiches, Wahrhaftiges heraushören aus dem Informationslärm?
Dem Jakobusbrief geht es erstaunlicherweise auch um diese Fragen. Zwar kannte er unseren heutigen Strom an Hörbarem nicht. Doch meint er, dass es wesentlich darauf ankommt, das Richtige, oder besser den Richtigen zu hören, nämlich Gott.
Ob also viele Informationen fließen, oder wenige, auf Gott zu achten, braucht immer besondere Aufmerksamkeit, Wille und Struktur, die wir uns selbst schaffen. Wie zu Zeiten des Jakobusbriefes ist heute auf Gott zu hören keine Sache, die sich nebenbei oder irgendwie von selbst ergibt. Es braucht unsere Anstrengung, und dass wir es auf unserer eigenen Tagesordnung ganz nach oben setzen. »Schnell zum Hören«, bedeutet auf Gott zu hören an die erste Stelle zu setzen, dem Vorrang einräumen.
Für mich ist das Hören auf Gott immer mit der Erfahrung verbunden, dass es alles andere, was ich über den Tag wahrnehme, sortiert. Auf Gott zu hören hilft mir zum Einen, mich für bestimmte Zeiten aus dem Strom an Informationen auszuklinken und also aufzuatmen. Zum Anderen habe ich dann sozusagen einen Klang im Ohr, an dem sich alles Weitere messen muss. Klingt es nach »Siehe, das Reich Gottes ist nahe herbei gekommen«, oder braucht es gerade eine Stimme, eine Tat, die das hörbar und sichtbar macht? Letzteres, weiß der Jakobusbrief, braucht Geduld und Beharrlichkeit.
In der strahlenden Sommerzeit gutes Gehör für Gott und hilfreiches Aussteigen aus der Informationsflut wünsche ich Ihnen / euch von Herzen.


Eric Söllner

Pastor Eric Söllner

   

 

 

 
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